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Eckhard Lietzow Naturfotografie
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     Beobachtungsgebiete -      Enger Bruch, Seite 5

Weißstörche  2020

Breite Straße, 32130 Enger
52°09’21’’N,  8°32’30’’O

Naturschutzgebiet im Westen von Enger,    ca. 52 ha

Beobachtungsturm, Wäldchen, Wiese, Schafweide, Seggenbereich, Teiche

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Storchenseite von 2019

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vom Enger Bruch

18. Februar

22. Februar

23. Februar

24. Februar

26. Februar

Zusammenfassung Februar
als vertonte Bildershow

3. März

10. März

12. März

17. März

19. März

21. März

28. März

29. März

Zusammenfassung März als
vertonte Bildershow

4. April

6. April

8. April

19. April

26. April

2. Mai

Zusammenfassung April
als vertonte Bildershow

21. Mai

 

 

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18. Februar 2020
 

Gegen 10 Uhr wurde erstmals in diesem Jahr ein Weißstorch auf dem Nest im westlichen Bereich des Enger Bruchs beobachtet (bei ornitho.de wird das Gebiet als “Westerenger Ost” bezeichnet).

Der unberingte Storch putzte intensiv sein Gefieder (auf dem Nest), flog dann auf die ostwärtige Wiese und suchte erfolgreich nach Nahrung. Um 10:45 Uhr erhob er sich und zog in Richtung Osten ab.

Bei einer Kontrolle um 16 Uhr suchte er auf der westlich gelegenen Wiese nach Nahrung.

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22. Februar 2020

 

Zu früh gefreut!

Gegen 16 Uhr stehen zwei Störche auf der Wiese neben der Nisthilfe - ist unser Weibchen zurück?

Leider nein!

Der Vogel ist links beringt und nach der starken Ver- größerung der Fotos, die bei schlechtem Licht entstanden, steht fest: Ein Weißstorch aus den Niederlanden ist bei uns gelandet. Ring-Nr. NLA 4E462, links beringt.

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23. Februar 2020

 

Weiterhin beide Störche anwesend, um 10 Uhr für längere Zeit beim Dauerregen bewegungslos auf dem Nest.

Bei einer Kontrolle um 13:10 Uhr suchen sie auf der westlich gelegenen Wiese nach Nahrung. Der Ring ist aufgrund großer Entfernung zwar nicht abzulesen, doch der Storch ist links beringt (s. Meldung vom 22.2.2020).

 

 

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24. Februar 2020

 

Paarharmonie

Die beiden anwesenden Störche gehen sehr harmonisch miteinander um. Oft stehen sie gemeinsam auf dem Nest und verlassen dieses auch nahezu gleichzeitig. Ebenso stellt es sich bei der Nahrungssuche dar: In nur geringem Abstand zueinander sind sie auf der Wiese vor dem Nest erfolgreich.

Zeitweise ist kein Storch zu sehen, sie sind gemeinsam unterwegs.

Der Ring des Storches aus den Niederlanden ist heute einwandfrei zu dokumentieren.

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Wo bleibst du ?

Ich komm ja schon.

Sei gegrüßt!

 

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26. Februar 2020

 

Nestbesetzung

Wie ernst es die beiden anwesenden Störche mit ihrer Brutabsicht meinen, zeigte sich heute gegen 9:50 Uhr:

Ein Paar Nilgänse, das schon öfter in Nestnähe und darauf gesehen wurde, flog lauthals ein und besetzte das Nest. Beide Störche sammelten auf der ostwärtigen Wiese in etwa 50 m Entfernung Regenwürmer. Keine 20 Sekunden nach der Landung der Gänse stieg das vermeintliche Männchen auf und verjagte die Besetzer. Kurz darauf kam auch das Weibchen auf das Nest geflogen.

 

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Zusammenfassung der Geschehnisse aus Februar 2020 als vertonte Bildershow,
5:40 Minuten

 

 

 

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3. März 2020

 

Da steht er nun und wartet

Seit dem 28. Februar ist das vermeintliche Storchenweibchen nicht mehr im Gebiet gesehen worden. Was oder wen sucht es? Es schien doch volle Harmonie zwischen den beiden anwesenden Störchen zu herrschen.

Unser bisheriges Storchenweibchen kam im letzten Jahr am 9. März aus dem Winterurlaub zurück, es bleibt also noch Hoffnung.

 

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10. März 2020

 

2. Versuch?

Bei meiner Ankunft um 9:15 Uhr steht ein zweiter Storch auf der westlichen Wiese. Er ist völlig durchnässt und macht einen müden Eindruck. Es handelt sich nicht um das Weibchen der letzten Jahre, der Vogel ist unberingt. Unser Männchen steht auf dem Nest, scheint aber wenig interessiert. Nach 22 Minuten fliegt er auf die Wiese und landet etwa 30 m neben dem “Neuen”. Dieser geht nun erfolgreich auf Nahrungssuche. 10 Minuten später haben sich beide angenähert und suchen weiter nach Regenwürmern. Kurz darauf fliegt unser Storch mit etwas Nistmaterial auf das Nest, der andere Vogel steigt auf, dreht zwei Runden um die Nisthilfe und zieht in Richtung Südosten ab.

Bei zwei weiteren Kontrollen im Laufe des Tages konnte er nicht mehr beobachtet werden.

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12. März 2020

 

Einträchtig beieinander

Neben dem Storch gehört auch eine Gruppe von sieben Rehen zum Bestand der westlichen Wiesen des Enger Bruchs. Heute gegen 16 Uhr gingen beide Arten ihrer Hauptbeschäftigung nach, dem Nahrungserwerb. Zugute kommt ihnen, dass sie keine Nahrungskonkurrenten sind: Während die Rehe sich mit dem Gras begnügen, holt sich der Storch etwas tiefer die leckeren Regenwürmer hervor.

Leider hat sich immer noch kein Weibchen gefunden, das ein fertig gemachtes Nest mit ihm teilen möchte.

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17. März 2020

 

Leichte Beute

Heute ab 14:30 Uhr wird das Feld südostwärts der Nisthilfe beackert. Zu diesem Zeitpunkt ist kein Storch in der Nähe. Bereits wenige Minuten nach Beginn der Arbeiten finden sich mindestens ein dutzend Rabenkrähen ein. Etwa 10 Minuten später kommt unser Storch aus Richtung Osten mit etwas Nistmaterial angeflogen, legt dieses auf dem Nest ab und fliegt unverzüglich auf die frische Ackerfläche hinab. Kommt der Trecker vorbei, weicht er nur etwas aus und geht gleich wieder auf Suche.

Am Vormittag um 10 Uhr (Beobachtung vom Turm des Bruches aus) fliegt ein zweiter Storch, aus Richtung Spenge kommend, über das Gebiet hinweg in Richtung Osten.

 

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19. März 2020                                            !!!!

 

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Situation werde ich die Storchenbeobachtung auf unbestimmte Zeit aussetzen, bzw. nur dann Beobachtungen durchführen, wenn aus zwingenden Gründen ein Verlassen des eigenen Hauses und  Gartens erforderlich ist. Die Beobachtung wird dann aus dem Auto heraus ohne Kontakt zu anderen Personen durchgeführt.

Ich hoffe, damit allen Menschen, die nicht unbedingt in die Öffentlichkeit gehen müssen, einen Denkanstoß zu geben.

Bleiben Sie gesund und munter!!

Eckhard Lietzow

 

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21. März 2020

 

Wieder Hoffnung

Wie andere Beobachter melden, hält sich seit vorgestern ein zweiter Storch im Gebiet auf. Gestern nachmittag konnte ich einen vermeintlich weiblichen Storch auf der ostwärtigen Wiese Nahrung suchen sehen. Nach einiger Zeit flog er auf das Nest, auf dem das Männchen saß und wurde von diesem klappernd begrüßt.

Beide Vögel betrieben gegenseitige Gefiederpflege und 10 Minuten später erfolgte eine Kopulation. Das neue Weibchen ist deutlich kleiner als das Männchen und damit gut zu identifizieren. Beide Vögel sind unberingt.

Also der dritte Anlauf.

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28. März 2020

 

Es läuft nicht rund

Auch im dritten Anlauf scheint es nicht so zu laufen, wie der Storchenmann und die Beobachter es sich wünschen. Am 22. und 23. März schien die Welt noch in Ordnung zu sein, beide Vögel waren fast ständig anwesend und bauten auch am Nest.

Ab dem 24. März konnte nur noch sporadisch ein Storch auf dem Nest beobachtet werden. Zwar zeigten sich gelegentlich zwei Störche über dem Gebiet, zogen aber immer schnell ab. Ob unser Männchen darunter war, konnte nicht festgestellt werden.

Auch heute früh kreisten wieder zwei Störche über der ostwärtigen Wiese, zogen aber schnell in Richtung Nordosten ab.

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29. März 2020

 

Immer noch allein zu haus

Heute Vormittag bei ungemütlicher Wetterlage suchte der Storchenmann auf der westlichen Wiese Nahrung und flog dann auf das Nest. Er zeigte wenig Interesse (wie sonst), einen Ausflug zu machen.

Keine Frau in Sicht.

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Zusammenfassung März 2020 als vertonte Bildershow
7 Minuten

 

 

 

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4. April 2020

 

Auf ein Neues!

Gestern gegen 15 Uhr standen wieder zwei Störche auf dem Nest. Ein wiederum recht kleines Weibchen schien zunächst geduldet zu werden. Bei einer versuchten Kopulation zeigte sich aber keine Harmonie, es wurde anschließend vom Nest gejagt. Nach einer Weile folgte das gleiche Spiel. Beim dritten Anlauf sah es nicht besser aus: Frau Storch wurde vom Nest gebissen. Beide Vögel suchten später auf dem anliegenden Acker Nahrung.

Bei einer Kontrolle um 19:30 Uhr war kein Storch im Gebiet zu sehen.

 

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6. April 2020

 

Eine Bitte an Beobachter


In den letzten Tagen ist mir bei der Beob- achtung von der Straße “In der Aue” aus mehrfach aufgefallen, dass die Störche derzeit auf dem Nest noch empfindlicher sind, als wir es von dem Stammpaar der vergangenen Jahre kennen. Während sie sich an den Landmaschinen nicht stören, verlassen sie das Nest, wenn Spaziergänger direkt davor stehen bleiben und sich auffällig verhalten.

Ich habe Verständnis dafür, dass man ein Foto aus nächster Nähe haben möchte, die Störche allerdings noch nicht. In der Zeit der Paarfindung und Nestbesetzung sollte man etwas vorsichtiger sein.

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8. April 2020

 

Es sieht gut aus

Heute früh ein erfreuliches Bild am Storchennest: Sie steht auf dem Nest und putzt sich, er stolziert in unmittelbarer Nähe auf der Wiese umher und sammelt kleine Zweige. Diese werden auf das Nest getragen und von beiden Vögeln geschickt und ausdauernd verbaut.

Etwa eine viertel Stunde später fliegt zunächst das Männchen in Richtung Westen ab, das Weibchen folgt Sekunden später. Über der westlichen Wiese wird eine Runde gedreht, dann landen beide auf dem Dach des Reiterhofes, wo ausgiebig Gefiederpflege getrieben wird.

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19. April 2020

 

Zu jung?

Mit der Nesterweiterung klappt es bei unseren Störchen recht ordentlich, auch scheint untereinander Harmonie zu herrschen. Was überhaupt nicht klappt, ist die Kopulation. Fast immer steigt das Männchen nur auf den Rücken des Weibchens und springt nach kurzer Zeit wieder ab. Es stellt sich dabei recht ungeschickt an. Gelegentlich versucht es sogar von vorn über den Kopf aufzusteigen, was immer damit endet, dass das Weibchen vom Nest geschubst wird.

Dieses Verhalten konnte 2017 bei der Erstbesiedelung des Nestes von dem damaligen Paar nicht beobachtet werden, obwohl die Vögel auch erst 2 bzw. 3 Jahre alt waren.

 

Weiter üben!

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26. April 2020

 

Konkurrenz

Heute scheint Wandertag der Störche zu sein: Von verschiedenen Beobachtern werden größere Ansammlungen gemeldet, auch im Bereich des Enger Bruchs.

Bei meiner Beobachtung vor unserem Storchennest tauchten um 8:05 Uhr zwei Fremdstörche westlich von der Bruthilfe auf. Sofort flog unser Paar, das sich auf dem Nest befand, einen Angriff auf die beiden Eindringlinge und jagte sie zunächst auf eine Ackerfläche weiter in Richtung Bruch. Leider war die Fotoentfernung sehr groß und der Morgendunst hinderlich, doch es ist zu erkennen, dass eine Revierverteidigung vorgenommen wird. Die Jagd dauerte etwa 5 Minuten, dann zogen die beiden Fremdlinge in Richtung Süden ab und unser Paar kehrte auf das Nest zurück.

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2. Mai 2020

 

Na, geht doch!

Seit einigen Tagen gehen unsere Störche ihrem Brutgeschäft nach. Ende März war des Öfteren eine erfolgreiche Kopulation zu beobachten und auch ein mehr oder weniger ständiges Besetzen der Nestmulde. Auch Anzeichen der Tätigkeit des Eierwendens waren festzustellen. Die Paarharmonie hat sich noch verstärkt, häufige gegenseitige Gefiederpflege und enger Körperkontakt bestätigen diese Vermutung (s. Bild links).

Allerdings gibt es auch erstaunliche Situationen. Mindestens zweimal konnte festgestellt werden, dass das brütende Männchen vom Weibchen bestiegen wurde und dieses eine Scheinkopulation durchführte (s. Bild rechts).

Weiterhin bringt der nicht brütende Vogel beim Anflug auf das Nest Nistmaterial mit, das dann teilweise kunstgerecht auch unter den brütenden Vogel geschoben wird. Allem Anschein nach ist der zeitliche Anteil des Männchens beim Brüten (Bild unten) größer als der des Weibchens.

Die Störanfälligkeit beider Störche hat zwar etwas abgenommen, doch bleiben Fußgänger direkt vor der Nisthilfe zu lange stehen und blicken hinauf, verlassen die Vögel das Nest. Eine nicht sehr glückliche Situation.

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Zusammenfassung der Geschehnisse vom April 2020
als vertonte Bildershow

 

 

 

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21. Mai 2020

 

Es ist zum Verzweifeln

Seit etwa 10 Tagen habe ich das Storchenweibchen nicht mehr auf dem Nest oder in der Nähe gesehen.

Oftmals ist das Nest auch unbesetzt anzutreffen, kein Wunder, irgendwann bekommt der Storchenmann Hunger.

Falls sich tatsächlich befruchtete Eier im Nest befinden und es zu einem, allerdings nicht erwarteten, Schlupf kommen sollte, haben die Jungen keine Chance zu überleben. Ein verbliebener Altvogel wird in den ersten Tagen fast ständig auf dem Nest bleiben, um die Jungen zu hudern und zu beschützen. Für  den Nahrungserwerb und die Fütterung bleibt  keine Zeit.

Hat uns doch unser Brutpaar von 2017 bis 2019, trotz des jungen Alters, mit Erfolgen verwöhnt!