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Eckhard Lietzow Naturfotografie
www.lietzow-naturfotografie.de

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     Beobachtungsgebiete -      Enger Bruch
Seite 4

Breite Straße, 32130 Enger
52°09’21’’N,  8°32’30’’O

Naturschutzgebiet im Westen von Enger,    ca. 52 ha

Beobachtungsturm, Wäldchen, Wiese, Schafweide, Seggenbereich, Teiche

Weißstörche 2019

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Storchenseite von 2018

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Storchenseite von 2017

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vom Enger Bruch

20. Februar 2019
Erste Sichtung

3. März 2019
Er ist da!

5. März 2019
Hausputz

9. März
Sie ist da!

15. März
Es wird gebaut

26. März
Weiter geht´s

28. März
Nestverteidigung

10. Mai
Erster Jungvogel

12.-14. Mai
Zweiter Jungvogel

16. Mai
Dritter Jungvogel

19. Mai
Kurz-Video, 3 Jungvögel

12. Juni
Jungstörche ~5 Wochen alt

26. Juni
Ein schwarzer Tag

28. Juni
Video/Bildershow zum
Storchendrama

1. Juli
Hoffnung

8. Juli
Der Anfang ist gemacht

12. Juli
Video,  Jungvögel flügge

Situation Anfang August

14. August
Storch im Mondlicht

 

Informationen zur Storchensituation der näheren Umgebung sind auf der Internetseite von Peter Schubert zu finden:
stoercheimelsebruch.wordpress.com/

 

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20. Februar 2019

 

Schon seit einigen Tagen geht der morgendliche Blick vom Beobachtungs- turm in Richtung Westen (Bild links). Heute dann erstmals zwei weiße Punkte auf dem Storchennest. Schnell ab in Richtung Gewerbegebiet.

Der Blick durch Fernglas und Teleobjektiv zeigt dann: Zu früh gefreut. Beide Störche sind unberingt, es handelt sich also nicht um unser Brutpaar. Denkbar wäre, dass es sich um unsere Jungvögel  aus 2017 oder 2018 handelt.

 

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3. März 2019

 

Bei einer Kontrolle am Vormittag konnte noch kein Storch im Gebiet festgestellt werden. Nachmittags um 15:05 Uhr flog dann aus Richtung Spenger Straße ein Weißstorch ein und landete direkt auf dem Nest.

 

Aus der Entfernung konnte festgestellt werden, dass er links beringt war. Der Vogel begann unverzüglich mit dem Frühjahrsputz. Verrottete Pflanzenteile und die Hinterlassenschaften der Nachmieter des Vorjahres (Turmfalken und Nilgänse) wurden in hohem Bogen aus dem Nest befördert.

 

Bei der Auswertung und starken Vergrößerung der ersten Fotos zeigte sich, dass unser Brutmännchen unbeschadet aus dem Winterurlaub zurück ist. Die Ringnummer DEW_4T128 ist eindeutig abzulesen, obwohl die Aufnahmen bei Nieselregen und schwachem Licht aufgenommen wurden.

 

Warten und hoffen wir auf das Weibchen.

 

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5. März 2019

Hausputz

Warten auf die Storchenfrau ist langweilig, also bereitet der Mann das Nest vor und wirft allen Unrat über Bord.

Doch alles Klappern und Rufen hilft heute noch nicht, sie lässt sich nicht blicken.

 

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9. März

Das Warten hat ein Ende: Heute konnte erstmals in diesem Jahr das letztjährige Brutweibchen festgestellt werden. Einwandfrei war der Ring abzulesen: DER_AU628.

Erste Kopulationen und gemeinsame Nahrungssuche auf der Wiese konnten beobachtet werden (Regenwürmer). 6 Tage nach Ankunft des Männchens ist das Paar nun komplett, im letzten Jahr kam sie 7 Tage nach ihrem Partner aus dem Überwinterungsgebiet zurück.

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15. März:  Morgens sind beide Störche unterwegs. Nach 14 Uhr lässt der Regen etwas nach, doch nicht für lange. Beide Vögel stehen auf dem Nest und sind von dem Wetter auch nicht begeistert. Dennoch fliegt das Männchen los, um auf der westlich gelegenen Wiese Nistmaterial zu sammeln und in das Nest einzutragen. Sie wirkt recht teilnahmslos und lässt ihn bauen.

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26. März:  Nach dem anhaltenden Regen und einigen trockenen Tagen nun wieder Schmuddelwetter. Das scheint den Störchen wenig auszumachen, das übliche Tagesgeschäft läuft zuverlässig ab: Der Nestbau wird vorangetrieben und es finden regelmäßig Kopulationen statt. Das Weibchen konnte, entgegen der Gewohnheiten der letzten beiden Jahre, des öfteren ruhend und putzend auf einem Zaunpfahl beobachtet werden.

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28. März:   Wie schon mehrfach beobachtet, versucht ein fremder Storch sich dem Nest zu nähern. Unsere beiden Störche zeigen das Abwehrklappern und fliegen sofort auf, um den Eindringling mit Erfolg zu vertreiben.

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10. Mai:   Erster Jungvogel gesichtet um 16:45 Uhr.
Der Schlupf wird jedoch schon gestern oder vorgestern erfolgt sein. Bei der Tiefe der Nestmulde ist es unwahrscheinlich, dass das Junge sich schon am ersten Tag über den Nestrand hinaus sehen lässt.

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12. bis 14. Mai:   Bereits am 12. Mai konnte vage ein zweiter kleiner Schnabel für Sekundenbruchteile gesehen werden. Ebenso erging es mir am 13. Mai, jetzt war ich sicher, dass zwei Junge im Nest sind, ein Foto gelang aber noch nicht. Heute (14. Mai) zeigte sich vor 7 Uhr der zweite Jungvogel ausreichend, um Belegfotos zu erstellen, während eine Brutablösung stattfand. Das Weibchen brachte Heu zur Nestauspolsterung mit, das Männchen flog nach weniger als einer Minute Gemeinsamkeit vom Nest ab.

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16. Mai:   Schon am 15. Mai hatte ich das Gefühl einen dritten Schnabel gesehen zu haben, konnte es aber nicht dokumentieren. Einen Tag später bei der Erstellung von Videos zeigte sich dann tatsächlich für eine halbe Sekunde Nr. 3. Im Fotomodus gelang mir keine Aufnahme, daher ist das folgende Bild ein Einzelbild aus der Videosequenz mit entsprechend geringerer Bildqualität.

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Kurzvideo:   3 Jungstörche im Nest (19. Mai 2019)

 

 

 

Kurzvideo:  Die Jungstörche sind jetzt etwa 5 Wochen alt  (12. Juni 2019)

 

 

 

26. Juni:   Ein schwarzer Tag für die Störche im Enger Bruch.
Am späten Vormittag erhielt ich von einem Anwohner in Nestnähe den Anruf, dass ein toter Storch in der Hochspannungsleitung am Umspannwerk hängt. Es bot sich ein Bild des Schreckens: Das Männchen unseres Storchenpaares hing tot zwischen den Isolatoren des Mastauslegers, das Weibchen saß auf der Mastspitze und versuchte durch Klappern den Partner zu locken. Auf Fotos möchte ich hier verzichten, sie dienen lediglich der Dokumentation für die Biologische Station und des Ringnummer-Nachweises.

Morgens zwischen 6 und 8 Uhr habe ich beide Altvögel noch bei der Mäusejagd auf der Wiese am Transportbetonwerk beobachten und fotografieren können. Ebenso entstand eine Videosequenz des mit Nistmaterial und Futter anfliegenden Männchens.

Hoffen wir, dass das Weibchen nach Entfernung des Männchens aus der Leitung sich an seine Pflichten erinnert und die drei Jungen weiter füttert, sie benötigen voraussichtlich noch eine gute Woche bis zum Ausfliegen.

 

Video / Bildershow:   Storchendrama im Enger Bruch

 

 

 

1. Juli:   Seit 5 Tagen ist unser Storchenweibchen nun ohne Unterstützung des Männchens an der Jungenaufzucht. Nach anfänglich zögerlichem Einsetzten der Versorgung klappte es in den weiteren drei Tagen reibungslos, da auf den direkt angrenzenden, gemähten Wiesen reichlich Mäuse und Maulwürfe ohne große Mühe erbeutet werden konnten. Nun mit anhaltender Trockenheit wird die Situation angespannter. Die Beutesuche nimmt immer mehr Zeit in Anspruch und teilweise fliegt das Weibchen sogar in andere Gebiete.

Die Jungen allerdings machen weiterhin einen vitalen Eindruck. Auch das Jüngste, dass naturgemäß etwas schwächer ist, nimmt an den Nestaktivitäten teil, wenn es auch mehr ruht als die beiden anderen. Die Flugübungen nehmen zu und geben Hoffnung auf einen doch noch glücklichen Ausgang der misslichen Situation.

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8. Juli:   Seit gestern nachmittag fliegen zwei unserer drei Jungstörche. Heute waren weniger Aktivitäten zu verzeichnen. Bei ständig wechselnden Wetterlagen, von leichtem Sonnenschein über bedrohlich wirkenden Wolkenbildungen und kurzen, aber kräftigen Regenschauern, war alles dabei. Der dritte Jungvogel machte auf dem Nest aber auch gelegentlich kurze Flugübungen. Wie schon seit einigen Tagen zeigte sich wieder der unberingte Fremdstorch (im Flug anhand der Mauserlücken zu erkennen) mehrmals. Die Angriffe durch unser Weibchen schienen allerdings nur halbherzig, es hat wohl gemerkt, dass von dem Vogel kaum Gefahr ausgeht.

 

Bild 1 und 2: Erstflug des ältesten Jungvogels

Bild 3: Bei dem Wetter bleibt man besser auf dem Nest

Bild 4: Jungvogel kehrt zu seinen Geschwistern zurück

Bild 5: Durch Klappern zeigt das Weibchen dem vorbeifliegenden Fremdstorch, wer hier hergehört

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Video:   Die Jungstörche im Bruch sind flügge

 

 

 

Die Situation Anfang August:

Die drei Jungstörche haben sich in diesem Jahr sehr früh verabschiedet. 11 Tage nach dem ersten Verlassen des Nestes war am 18. Juli zu beobachten, wie sie vom Hochspannungsmast aus startend sich drei anderen über dem Gebiet kreisenden Störchen anschlossen und mit diesen verschwanden. Die Storchenmutter hält sich weiterhin im Gebiet auf, ist jedoch tagsüber oft nicht zu sehen. Mit Einbruch der Dunkelheit kehrt sie zum Nest zurück, um dort zu übernachten.

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Die drei Jungstörche im Nieselregen auf der Wiese vor dem Nest.

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Unsere Jungstörche schließen sich drei anderen Störchen an und verlassen das Gebiet.

Die Mutter im letzen Licht auf ihrem Schlafplatz, dem Nest.

 

14. August:  Mond und Storch spielen zumindest teilweise mit

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